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Wobau reißt in Olvenstedt ab
Tipp: Neu-Olvenstedt. Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) treibt in Neu-Olvenstedt den Stadtumbau voran. Nachdem im November und Dezember das Haus mit den Eingängen Olvenstedter Scheid 99a bis 99c von einer Abbruchfirma entkernt wurde, haben inzwischen Abrissbagger ganze Arbeit geleistet. Derweil gehen die Entkernungsarbeiten vis-à-vis in den Sechsgeschossern im Olvenstedter Scheid 105 bis 117 weiter. Das sind die nächsten Gebäude, die aufgrund des Überangebotes an Wohnraum in Magdeburg "vom Markt" genommen, sprich abgerissen werden sollen. Nach Wobau-Angaben sind für dieses Jahr auch Abrissarbeiten am Rennebogen zu erwarten, wo in ihren Häusern der Leerstand bei rund 80 Prozent liege. Auch das Haus Olvenstedter Grund 63 soll abgerissen werden. Olvenstedter Scheid 99a–99c: Der Plattenbau ist zum Großteil bereits abgetragen. Auftakt für eine Reihe von Abrissvorhaben, die die Wobau in diesem Jahr in Neu-Olvenstedt verfolgt. Olvenstedter Scheid 105-117: Der Plattenbau wird zurzeit entkernt, soll demnächst ebenfalls abgerisse werden. Quelle: Magdeburger Volksstimme
Block von der Straße aus
Blick auf den Hinterhof
Bereits abgerissene Eingänge
Gestapelte Dachplatten
Am Scheid fallen die nächsten "Platten" Der Stadtumbau Ost wird heiß diskutiert in Neu-Olvenstedt – spätestens seit Bekanntwerden städtischer Prognosen mit veranschlagtem Abriss von 8000 der 12 000 Wohnungen im Laufe der nächsten zehn bis zwölf Jahre. Die Vermieter sehen’s teils anders, vielerlei Gerüchte kursieren. Mehr Klarheit zu erlangen, versprach sich die Bürgerinitiative von einer Veranstaltung am Dienstagabend. Neu-Olvenstedt. Gefilterten Kaffee reichten Mitglieder der Bürgerinitiative Olvenstedt am Bürgerstammtisch in den Vereinsräumen am Bruno-Traut-Ring. Kaffeesatz wollte niemand in der Tasse haben, und drin zu lesen weigerten sich die darum gebetenen Stadtumbau-Experten der Wobau. Was Fakt ist indes durfte auf den Tisch – die Besucher verlangten nach dem sprichwörtlichen reinen Wein.
Teils zeigten sie sich ob der Vielzahl von Gerüchten über Abrissvorhaben in Neu-Olvenstedt verunsichert, teils sahen sie
" den Bürger als Spielball der Ökonomie". Fest steht nach ihren Aussagen der Abriss folgender bereits leer gezogener Plattenbauten: Olvenstedter
Scheid 99a bis 99c, Olvenstedter Scheid 105 bis 117, Olvenstedter Grund 63. In erstgenanntem Gebäude haben
Mitarbeiter der Abrissfirma in dieser Woche mit der Entkernung begonnen: Sie reißen Fenster und Türen raus,
Wannen, Toilettenschüsseln, Küchenschränke. Allerdings ist die Wobau nicht alleiniger Eigentümer am Rennebogen. Und die Ansichten anderer Eigentümer decken sich mit denen der Stadt und in diesem Fall auch der Wobau nicht unbedingt. Darüber hinaus sei in Sachen Abriss nur klar, dass nichts klar ist. Alles hänge von der Entwicklung des
Leerstandes ab und davon, ob Fördermittel fließen. Weitergehendes sei gegenwärtig allenfalls durch
Kaffeesatzleserei zu ermitteln. Für den Umzug der Bewohner von zur Stilllegung oder zum Abriss vorgesehenen Häusern hat die Wobau in Neu-Olvenstedt ein Umzugsmanagement eingesetzt. Durch die Arbeit dieser Manager sei es der Wobau bisher gelungen, etwa 72 Prozent der Mieter in Wohnungen aus dem eigenen Bestand unterzubringen. "Die Mehrzahl will in ihrem Stadtteil bleiben", sagte Helmut Ziepel. Klar sei allerdings, dass künftig nicht alle Betroffenen eine Wobau-Wohnung in Olvenstedt bekommen könnten. Der Wobau gehören hier derzeit rund 5200 Wohnungen – 43 Prozent aller Wohnungen in dem Stadtteil. Autor: Robert Richter (Magdeburger Volksstimme)
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