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Stadtmission berät in allen Schuldenfragen
Altstadt/Neu-Olvenstedt (sar) „Viele Leute kommen erst zu uns, wenn es fast zu spät ist und sagen dann: ‚Wir wussten gar nicht, dass es sie gibt‘“, erzählt Hannelore Schreiber, Leiterin und einzige Mitarbeiterin des Projekts „Vermeidung Obdachlosigkeit“. Im Evangelischen Sozialzentrum der Magdeburger Stadtmission e.V., Bruno-Taut-Ring 102, bietet sie eine kostenfreie Schuldnerberatung an – als einzige Einrichtung dieser Art in Magdeburg ohne Einkommensgrenzen.
Zwar liegt das Hauptaugenmerk auf Mietschulden, um eben die Obdachlosigkeit als letzte Konsequenz bereits im Vorfeld zu vermeiden. Aber auch bei allen anderen Schuldenarten hilft Hannelore Schreiber ihren Klienten aus der Klemme. „Bei den über 60-Jährigen sind relativ wenig Betroffene zu finden, die meisten Schuldner sind zwischen 30 und 60 Jahre alt. Aber auch bei den jungen Leuten ist ein Anstieg durch Telefon- und Internetkos ten zu bemerken“, berichtet sie über ihre Erfahrungen.
Am Anfang stehe, ganz wie man es bei ihrem berühmten Kollegen aus dem Fernsehen kennt, eine Haushaltsrechnung und die genaue Aufstellung der Schulden. Dann sucht sie gemeinsam mit dem Klienten nach Lösungen. In schwierigen Fällen stellt sie den Kontakt zur Insolvenzberatung her. „Viele sind aber bereits nach dem ersten Termin erleichtert“, erklärt sie zufrieden.
Da die Beratungsstelle auf Spenden angewiesen ist, unterstützt die Stadtsparkasse, neben der Wobau und der Neuapostolischen Kirche, das Projekt bereits seit zehn Jahren. Vorstandschef Horst Eckert überreichte deshalb am Dienstag einen Scheck in Höhe von 7500 Euro an Hannelore Schreiber und Schwester Erika Tietze, Leiterin der Magdeburger Stadtmission.
Kontakt zur Schuldenberatung unter Tel. 7 22 00 60
Quelle: Magdeburger Volksstimme
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