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Derby zweier Sorgenkinder in Olvenstedt
Magdeburg. Das „Spiel des Tages“ wird heute zwischen Germania Olvenstedt (10.) und der SG Handwerk (15.) ausgetragen. Anstoß auf dem Sportplatz an der Jahnstraße ist, wie bei allen anderen Begegnungen, 13 Uhr.
Dabei kommt es zum Derby zweier Sorgenkinder in Olvenstedt, wenn mit der gastgebenden Germania und der SG Handwerk zwei Mannschaften gegeneinander antreten, bei denen die Stimmungslage nicht unterschiedlicher sein könnte. Die Heimmannschaft ist seit sechs Spielen ohne Sieg und musste beim letzten Auftritt zu Hause eine 1:7-Pleite gegen die „Sterne“ hinnehmen. Danach folgte in Heyrothsberge ein versöhnlicher Auftritt trotz 0:3-Niederlage, wo, laut Trainer Maik Herrmann, „zumindest die Einstellung stimmte. Nun müssen wir bei den fußballerischen Aspekten noch zulegen, denn wir wollen unbedingt die drei Punkte gegen die SG Handwerk“.
Herrmann schaut in der Tabelle auch nach unten, denn der Abstand zu den Kellerkindern ist gewaltig geschmolzen in den vergangenen Wochen. Auch für das Selbstvertrauen der zumindest im erweiterten Favoritenkreises gestarteten Olvenstedter wäre ein Heimsieg erstrebenswert. Dabei muss Herrmann jedoch auf Robert Puchowka (Knöchelverletzung) und Patrick Kohrmann (beruflich) verzichten.
Beim Gast SG Handwerk herrscht hingegen nach dem ersten Saisonsieg gegen Rot-Weiß Zerbst wieder bessere Stimmung. Neu-Trainer Marcus Hahnke, zuvor „Co“ unter Wolfgang Schütz, brachte den Spaß am Fußball zurück und möchte jetzt auch in Olvenstedt nicht kampflos die Punkte abgeben: „Wir wollen versuchen, nicht mit einer Niederlage in die Punktspielpause zu gehen. Dabei werden jedoch Thomas Kirchner wegen seiner Gelb-Rot-Sperre sowie der verletzte Christian Felsche fehlen. Zudem habe ich noch einige angeschlagene Spieler, über deren Einsatz wir erst kurzfristig entscheiden können.“
Zurück in der Erfolgsspur scheint der TuS 1860 Neustadt (5.) nach dem 3:2-Sieg bei Roter Stern Sudenburg zu sein. Nach der Trennung von Frank Cebulla hauchte Interims-Coach Manfred Czaika seiner Mannschaft neuen Mut ein. Nun wartet auf die Neustädter mit dem Tabellendritten Union Heyrothsberge jedoch ein anderes Kaliber. Ein Punktgewinn gegen die sicherlich favorisierten Gäste wäre für die Czaika-Schützlinge bereits als Erfolg zu werten.
Schlusslicht MSV Börde II hat Blau-Weiß Niegripp (7.) zu Gast und will versuchen, im letzten Moment noch die „Rote Laterne“ vor der Winterpause abzugeben.
Auswärts sind hingegen Roter Stern Sudenburg (11., in Gerwisch) und der SV Arminia (12., in Kleinmühlingen) gefragt. Vor allem auf die Arminen dürfte beim Tabellenführer eine schwere Aufgabe warten. Gut, dass bei der Mannschaft von Coach Gordon Bode nach drei Siegen in Folge das Selbstvertrauen gestiegen ist und somit eine Überraschung nicht ausgeschlossen werden kann.
Bei den „Sternen“ ist hingegen nach der 2:3-Niederlage gegen den TuS 1860 Ernüchterung eingetreten. Nach dem Gala-Auftritt in der Woche zuvor in Olvenstedt scheint die Daul-Elf die Wundertüte der Staffel zu sein.
Autor: Maik Hoffmann (Magdeburger Volksstimme)
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