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Heimatforscher suchen im alten Dorf Zeitzeugen
Alt-Olvenstedt „Am 16. Januar 1945 wurde nicht nur Magdeburg zerstört, sondern auch in Olvenstedt wurden viele Gebäude vor allem durch Brandbomben in Schutt und Asche gelegt“, sagt Henning Bollmann, einer der Protagonisten der Interessengruppe. „Am 8. Mai ging der verheerende Krieg mit dem Zusammenbruch des Nazi-Regimes zu Ende und Olvenstedt wurde zuerst durch amerikanische, danach durch sowjetische Truppen besetzt.“
Neben diesen beiden Ereignissen gibt es mit Sicherheit noch viel mehr aus dieser Zeit zu berichten, so Henning Bollmann. Er fragt: „Wer kann sich daran noch erinnern und uns berichten. Wer also zum 16. Januar 1945 oder zum gesamten Jahr 1945 in Olvenstedt seine persönlichen Erlebnisse schildern kann, wird gebeten sich zu melden.“ Die In teressengruppe präsentierte bereits in den vergangenen Jahren unter dem Motto „Olvenstedt 1050 plus“ verschiedene Ausstellungen in der Kulturscheune und in der St.-Laurentiuskirche. Im vergangenen Herbst widmete die Gruppe der alten B1 in Olvenstedt eine Schau, die zum Tag des offenen Denkmals vorbereitet wurde.
„Unsere Interessengruppe trifft sich regelmäßig in der Kulturscheune an der Stephan-Schütze-Straße 1. Nächster Termin ist der 19. Dezember, 19 Uhr. Wer uns zum Thema ,1945‘ unterstützen kann oder allgemein an der Geschichte unseres Ortes interessiert ist, kann gern vorbeikommen“, sagt Henning Bollmann.
Zu der Gruppe gehört unter anderem auch der Olvenstedter Werner Hasenkrug. Er sammelt seit vielen Jahren alles, was er über Olvenstedt in die Hände bekommen kann. Ob Leistungspflügen 1935, Eingemeindung nach Magdeburg 1979 oder komplexer Wohnungsbau in Neu-Olvenstedt in den 1980ern – Hasenkrugs Hefte und Hefter wissen so gut wie alles über Olvenstedt – und sind so etwas wie das Gedächtnis des Ortes.
Kontakt: Henning Bollmann, Telefon 7 27 03 62.
Autor: Robert Richter (Magdeburger Volksstimme)
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