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"E"nde gut, alles gut bei "Einsteins"?
Es war eine Osterüberraschung der unangenehmen Art. Am Ostermorgen 2009 lag das "E" aus den Fundamenten gerissen zerbrochen vor dem Eingang des Albert-Einstein-Gymnasiums. Der Anfang einer langen Geschichte um ein rotes Wahrzeichen. Die kam vor einigen Tagen zu einem guten Abschluss – dank engagierter Eltern und Firmen. Also "E"nde gut, alles gut?
Neu-Olvenstedt. Ein knallroter, dreidimensionaler Buchstabe, etwa 2,70 Meter hoch, ein Meter breit und 60 Zentimeter tief, war zum Symbol des Olvenstedter Gymnasiums geworden. Gestaltet war es mit Schriftzügen und Fotos des Physikers Albert Einstein. Somit war das "E" nicht nur Wahrzeichen, sondern stand auch in enger Beziehung zu dem 1994 eröffneten Gymnasium. Nach der Attacke von Randalierern wurden die Reste vom "E" im Frühjahr 2009 aber eingelagert.
Die Schülerzeitung fragte daraufhin "Wo ist das ,E‘?" und schrieb: "Mit der Zeit wird es wahrscheinlich den meisten von uns ans Herz gewachsen sein." Es sei eigentlich als Logo des Gymnasiums "nicht wegzudenken".
Hintergrund: Das "E", als Kunstobjekt in Berlin erschaffen und zunächst dort ausgestellt, war 2003 auf Interessensbekundung des Albert-Einstein-Gymnasiums
von Berlin nach Olvenstedt transportiert und vor der Schule aufgestellt worden. Dort stand es bis Ostern 2009.
"Sprach man die etwa 850 Schüler des Gymnasiums darauf an, war nicht die Frage, ob das ,E‘ wiederkommt, sondern wann denn endlich", sagt Dr. Lutz Kattein, Vorsitzender des Schulfördervereins. "Mittlerweile hatte sich erfreulicherweise bei der Namensgebung der bewährte und bekannte Name Albert Einsteins durchsetzen können. Ein Grund mehr also, einer Wiedererrichtung des ,E‘ mehr Nachdruck zu verleihen", so Kattein.
E wie Engagement
Schulleiter Günter Bussenius gibt sich als Verfechter des "E" zu erkennen. Auf seine Bitte hin hatte sich der Förderverein auch des fehlenden Wahrzeichens angenommen. Auf Umfrage im Elternkreis im September 2009 erklärte sich der Vater einer Schülerin, zugleich Geschäftsführer eines renommierten Magdeburger Metallbauunternehmens, bereit, "sich die Sache mal anzusehen". Der Fachmann hatte eine schlechte Nachricht: Das "E" war irreparabel. Und eine gute Nachricht: Man könne durchaus ein neues "E" projektieren und bauen! "Und so entstand ein neues, etwas größeres ,E‘ in signalroter, witterungsfester Farbe", so Kattein. Bedauerlicherweise musste dieses dann noch einmal etwas bis zur Aufstellung warten, da der Winter 2009/10 gar zu bilderbuchhaft war.
Im vergangenen Mai sollte es aber so weit sein. Beherzte Eltern, die über entsprechende Technik verfügten, hoben für die Fundamente des neuen "E" eine Baugrube aus. "Diese war leider aufgrund von starken Regenfällen innerhalb weniger Stunden wieder zugespült", erzählt der Fördervereinschef.
Dennoch konnte im Juni das neue "E" in einer Feierstunde offiziell eingeweiht werden. Zur optisch besseren Wahrnehmung war es auf 70 Zentimeter hohe Ständer montiert worden. "Die Idee war, das Karree, in dem das ,E‘ zwischen Turnhalle und Gymnasium steht, anzufüllen und mit Muttererde abzudecken, so dass eine Begrünung möglich ist", sagt Lutz Kattein.
Also wieder eine Umfrage im Elternkreis. Und siehe da: "Die Magdeburg-Hannoversche-Baugesellschaft, vertreten durch einen Vater in der Elternschaft, war sehr kurzfristig bereit, sich dieser Aufgabe zu widmen. Der Wunsch des Gymnasiums konnte kürzlich noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch zur volls ten Zufriedenheit aller Agierenden erfüllt werden. Im Namen der Schüler, Lehrer und Förderer sei den engagierten Firmen und Eltern für die Hilfsbereitschaft und den prompten Einsatz gedankt", sagt der Fördervereinschef. Im nächsten Frühling soll noch die Grünanlage gestaltet werden.
Das vorläufige Fazit des Fördervereinsvorsitzenden lautet: "Schüler, Eltern und Lehrer haben begriffen und bewiesen, wenn alle an einem Strang ziehen und sich die Dinge auf viele Schultern verteilen, wird es keinem zu viel und der Erfolg kann sich sehen lassen." Das "E" vor dem Eingang gibt dem Gymnasium, ist Kattein überzeugt, das gewisse "E"twas.
Autor: Robert Richter (Magdeburger Volksstimme)
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