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Mittwoch, 01.12.2010 Zurück zur News-Startseite

Adventsmarkt mit persönlicher Note

Alt-Olvenstedt (rri). Der Geheimtipp für besinnliche Stunden in der Vorweihnachtszeit ist alljährlich der eintägige Adventsmarkt der Alt-Olvenstedter Kulturscheune. Am Fuße des mit drei Weihnachtssternen erleuchteten Turms der St.-Laurentius-Kirche bietet der Hof mit der alten Scheune und dem Pfarrhaus aus rotem Backstein praktisch Weihnachten wie auf der Ansichtskarte. Nur der Schnee fehlte am vergangenen Sonnabend noch, um das Bild perfekt zu machen.

Doch durch die einzigartige Kulisse, angereichert durch eine ansehnliche Weihnachtstanne und dezente Lichterketten, punkten die Alt-Olvenstedter schon einmal mit einer schönen, weihnachtlichen Atmosphäre. Unterstrichen wurde diese noch vom Gesang der Schulkinder, die in der Scheune ein kleines Weihnachtskonzert gaben.

Kleiner Verein

Mitorganisatorin Gudrun Behrens gab sich bescheiden: "Wir sind ein kleiner Verein, andere haben natürlich ganz andere Möglichkeiten." Was die Macher um den Vereinsvorsitzenden Dietrich Warner allerdings im kleinen Rahmen wieder auf die Beine gestellt haben, kann sich aber auch sehen lassen: Stände mit Drechselarbeiten, Glasdesign, Adventsschmuck, Ton und Topf, Basteln für Kinder und der Büchertisch luden zum Stöbern ein. Der Magdeburger Künstler Bruno Groth bot ein Stück Alt-Olvenstedt zum Mitnehmen an. Er hatte Reliefs angefertigt, die das Kreuzigungsmotiv der kleinen Olvenstedter Kirchenglocke zeigen. Wie berichtet, ist die gerissene Bronzeglocke derzeit zur Reparatur in einem Spezialbetrieb. Zu Ostern 2011 soll sie zusammen mit der großen Glocke wieder läuten.

Kein Einheitsbrei

Ein Muss für viele Besucher des Adventsmarktes ist auch der Stand mit den Olvenstedter Kalendern, die Kristine Bollmann wieder anbot. Dahinter steckt ebenfalls liebevolle Handarbeit, denn die Fotos werden von den ehrenamtlichen Kalendermachern der Kulturscheune per Hand eingeklebt. Die limitierten Kalender sind nur gegen Spenden für die Kultur in Olvenstedt zu haben.

Und für den speziellen vorweihnachtlichen Genuss sorgte der Vereinsvorsitzende persönlich. Dietrich Warner, Pfarrer i. R., heizte den Ofen auf dem Scheunenhof an, um für die Besucher Christstollen nach Spezialrezept zu backen. "Er ist gelernter Bäcker", verriet Gudrun Behrens. Und das schmeckten die Gäste auf dem Adventsmarkt.

Außerdem waren Kaffee, Kuchen, Glühwein und Gegrilltes zu haben. Ein solides Speisenangebot – mit persönlicher Note. Denn alle Kuchen waren von Olvenstedter Familien selbst gebacken worden. Typisch für den Adventsmarkt an der Scheune: Einheitsbrei und Massenabfertigung halten die Alt-Olvenstedter vom Pfarrhof fern.

Quelle: Magdeburger Volksstimme

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