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Montag, 30.08.2010

Vorne hui, hinten pfui – Germania nur offensiv stark

Mit 7:3 sicherte sich Germania Olvenstedt im Heimspiel gegen den 1. FSV Nienburg den ersten Saisondreier. Neben dem vierfachen Torschützen Andreas Bode (12., 60., 63., 85.) überzeugte in den Reihen der Magdeburger vor allem Keeper Matthias Voigt.

Olvenstedt. In einer turbulenten Partie gehörte die erste Viertelstunde klar den Gastgebern. Gegen die noch sieglosen Nienburger setzten die Germanen druckvolles Pressing und kamen damit schnell zum Erfolg. Daniel Dinter eroberte auf der rechten Seite den Ball und fand mit seiner Eingabe den mitgelaufenen Patrick Kohrmann. Dieser zog direkt ab und traf in der neunten Minute zum 1:0. Bereits drei Minuten später tauchte Kohrmann erneut im gegnerischen Strafraum auf und wurde gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Bode zum 2:0 (12.).

In dieser Phase schien alles für die Olvenstedter zu klappen, denn selbst eine abgerutschte Ecke von Sven Schulze landete über Umwege direkt im Nienburger Strafraum, sprang an das Bein von Pülicher und von dort zum 3:0 hinter die Torlinie (13.). Danach wurde in den Reihen der Gastgeber einige Gänge zurückgeschaltet und der Landesligaabsteiger konnten sich befreien. Trensinger (16.) und Beck (26.) fanden jedoch in Voigt ihren Meister. Auf der Gegenseite verpassten zweimal Bode (27., 28.) sowie Dinter (31.) während einer neuerlichen Drangphase der Herrmann-Schützlinge den Ausbau der Führung.

Doch die Probleme in der Defensive blieben. Wiederum Trensinger (32., 40.) und auch Friedrich (40.) konnten den fantastisch reagieren Voigt nicht überwinden. Mit Windunterstützung konnte André Gumpert einen Freistoß unter Mithilfe von Gäste-Schlussmannn Huke aus nahezu 60 Meter zum 4:0 im Tor der Nienburger unterbringen (44.). Nur eine Minute später hätte Kohrmann bereits auf 5:0 erhöhen können, doch der sehenswerte Treffer fand wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung keine Anerkennung. Auf der Gegenseite leistete sich Germania-Verteidiger Helge Sander ein überflüssiges Foul im eigenen Strafraum, den die Gäste durch Pülicher per Elfmeter zum verdienten 1:4-Anschlusstreffer verwandelten (45.).

Nach der Pause blieb Olvenstedt spielbestimmend und hatte gute Möglichkeiten. Doch erst in der 60. und 63. Minute konnte Bode mit einem Doppel pack zum 6:1 erhöhen. Die Gäste steckten jedoch nie auf und verkürzten durch Trensinger (69.) und Friedrich (83.). Den Schlusspunkt unter einen letztlich verdienten Erfolg setzte Bode in der 85. Minute mit seinem vierten Treffer.

Olvenstedt: Voigt – Gumpert, Sander, Müller, Zabel, Puchowka (64. Küster), Kohrmann (76. Angerstein), Bode, Dinter, Schulze, Schröter (64. Bauerfeind). Tore: 1:0 Kohrmann (9.), 2:0 Bode (12., Elfmeter), 3:0 Pülicher (13.), 4:0 Gumpert (44.), 4:1 Pülicher (45.), 5:1, 6:1 Bode (60., 63.), 6:2 Trensinger (69.), 6:3 Friedrich (83.), 7:3 Bode (85.).

Autor: Maik Hoffmann (Magdeburger Volksstimme)

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