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Gabentisch mit weihnachtlicher Musik und menschlicher Herzlichkeit
Sie hat begonnen, die Zeit, in der verstärkt an andere Menschen gedacht wird. Die einen nennen es christliche Nächstenliebe, die anderen Mitmenschlichkeit. Vielerorts werden Basare organisiert, um jene zu erfreuen, denen es nicht so gut geht. So lud am Sonnabend vor dem 1. Advent die Frauen-Union der Stadt zum "Christlichen Gabentisch".
Neu-Olvenstedt. Schon von weitem fällt die lange Menschenschlange vor dem Eingang Bruno-Taut-Ring 119 auf. Frauen und Männer jeden Alters, Kinder, Rollstuhlfahrer – zahlreich sind die Menschen gekommen zum "Christlichen Gabentisch". Rund vier Wochen hatten Mitglieder der Magdeburger CDU Frauen-Union Spenden gesammelt, damit sie am Sonnabend Bedürftigen helfen können, ihnen vor dem ersten Advent etwas schenken können. Ein großer Saal mit Tischen voller Sachspenden gefüllt war das beeindruckende Ergebnis. Über eine Woche lang haben die Frauen sortiert und gelegt und die Präsentation vorbereitet. Viel Mühe steckt dahinter. "Die glücklichen Gesichter zu sehen, macht das alles vergessen", sagt Sabine Wölfer, eine der 15 Frauen, die sich um den Gabentisch engagieren. So war eine ältere Dame gekommen, die sich unter Tränen bedankte, weil sie eine warme Winterjacke für sich gefunden hat. "Solche Begebenheiten wärmen das Herz."
Es ist der bereits 3. Christliche Gabentisch der Frauen-Union in der Stadt. Seit Anfang November sammelten die Frauen Spenden. Viele Privatleute haben sich beteiligt, aber auch Firmen und Vereine. Letztere stellten beispielsweise die Tische zur Verfügung und ein Modehaus Ständer für Bekleidung. Aber auch Lebensmittel zum Advent für die Kinder – Süßigkeiten und Apfelsinen wurden von einem Supermarkt zur Verfügung gestellt.
Von 10 bis 17 Uhr lädt der Gabentisch an diesem Sonnabend ein. Gruppenweise werden die Gäste eingelassen, damit jeder in Ruhe schauen kann. Empfangen werden sie im Raum mit weihnachtlicher Musik und menschlicher Herzlichkeit. Jede/r darf sich zunächst vier Teile mitnehmen, damit möglichst viele beschenkt werden können. Sie können wählen unter Bekleidung, Küchenutensilien, Spielzeug, Tischdecken, Handtaschen und vielem mehr. Für die Kinder gibt es zudem Süßigkeiten, kleine und große Weihnachtsmänner zum Beispiel. Aber auch weihnachtstypisches Obst wie Apfelsinen dürfen sie mitnehmen. Und einen Weihnachtskalen der, damit auch jene morgen das erste Türchen öffnen können, deren Eltern keinen Kalender kaufen können.
Glücklich lächelnd gehen die Besucher nach Hause. Manche kommen am späten Nachmittag wieder. Es wäre doch schade, wenn Sachen übrig blieben, sagt Sabine Wölfer. Und sie betont: "Allen Helfern und Spendern herzlichen Dank!"
Autor: Birgit Ahlert (Magdeburger Volksstimme)
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