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Olvenstedter "Forschungsleiterin" zieht positive Zwischenbilanz
Alt-Olvenstedt (rri). Zwei Jahre nach dem Start der Initiative "Haus der kleinen Forscher" in Magdeburg konnten bereits 15 Kitas das Zertifikat erhalten, weitere Auszeichnungen stehen an. Für die Plakette müssen Kinder und Erzieher Naturwissenschaft und Technik als festen Bestandteil in ihren Alltag einziehen lassen und den Titel nach zwei Jahren verteidigen. Martina Targé, Leiterin der Kita "Klusweg" in Alt-Olvenstedt, die in Magdeburg verantwortlich für das Forscher-Netzwerk der Kitas ist, zog jetzt ein positives Zwischenfazit der Aktion und gab einen Ausblick auf 2010.
"Ziel der Initiative ist es, Naturwissenschaften langfristig in den Kita-Alltag einzubinden, und das in ganz Deutschland. Dazu wird ein bundesweites Netzwerk aufgebaut", sagte die Alt-Olvenstedter Kita-Leiterin. Das Projekt leiste dabei einen Beitrag zur frühkindlichen Bildung.
Die Stiftung ev. Jugendhilfe gründete mit 20 Kitas im Jahr 2007 das erste Netzwerk in Magdeburg. "Es wurden Workshops für die Mitarbeiter der Kitas angeboten. Nach erfolgreichem Start beteiligten sich weitere 14 Kitas aus Magdeburg und dem Umland", so Targé. Im Netzwerk "Stiftung ev. Jugendhilfe" arbeiten nach ihren Angaben derzeit 34 Kitas und ein Hort mit. Die Erzieher der beteiligten Häuser seien in verschiedenen Workshops geschult worden, die Naturwissenschaften langfristig in ihre Konzepte einzubinden. Gleichzeitig habe es einen regelmäßigen Austausch in den Workshops gegeben.
Neben den alltäglichen Angeboten zum Thema Naturwissenschaften wurden laut Targé von den Erzieherinnen für die Kinder Experimente zu den Themen "Wasser", "Luft" und "Sprudelgasse" angeboten. Jährlich findet eine Aktionswoche zu einem bestimmten Thema statt. Im Jahr 2007 stand sie unter dem Motto "Kleine Forscher", 2008 drehte sich alles "Rund ums Eis". 2009, im Internationalen Jahr der Astronomie, gab
es viele Aktionen zum Thema "Sonne, Mond und Sterne".
"Nach zwei Jahren aktiven Arbeitens im Bereich Naturwissenschaften konnten wir als Netzwerk ,Stiftung ev. Jugendhilfe‘ feststellen, in allen Kitas wird mit viel Engagement, Wissensdurst und natürlich mit viel Spaß experimentiert und die Welt erkundet", sagte Targé. Jede Kita habe für sich einen Weg gefunden. Naturwissenschaften in den Tagesablauf der Kinder zu integrieren.
Die Eltern würden bei den Experimenten mit ins Boot geholt, was im Rahmen von Erziehungspartnerschaften in der Kita und auch von den Eltern als sehr positiv empfunden werde. Netzwerk-Chefin Martina Targé: "Die Umsetzung der Ziele vom ,Haus der kleinen Forscher‘ wird als Bereicherung der Arbeit in der Kita gesehen. Die Kinder sind neugierig, interessiert und Akteure im Experimentieren." Natürlich habe es auch Schwierigkeiten gegeben, räumte sie ein. "Personal- und Zeitmangel, räumliche Bedingungen und manchmal auch die Zweifel an der Idee", zählte sie dazu.
Die Einrichtungen würden aber auch nach der Zertifizierung weiter vom Netzwerk der Stiftung ev. Jugendhilfe geschult und erhielten Anregungen für ihre tägliche Arbeit. Die nächsten Workshops sind für Februar 2010 zu den Themen "Licht" und "Farbe" geplant. "Gespannt schauen wir dann auf das Jahr 2010, das unter dem Motto ,Kinder werden Baumfreunde‘ steht", sagte Martina Targé.
Quelle: Magdeburger Volksstimme
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