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Dienstag, 03.11.2009 Zurück zur News-Startseite

Erfolgsgeschichte der "Lebensmitte" soll am Bruno-Beye-Ring weitergehen

Propst Josef Kuschel segnet morgen um 11 Uhr neue Räume für den stadtbekannten Olvenstedter Treffpunkt "Lebensmitte" im Bruno-Beye-Ring 8-10. Das Selbsthilfeprojekt, gegründet von Olvenstedter Langzeitarbeitslosen mit Unterstützung der Hochschule Magdeburg-Stendal, feiert zugleich das zehnjährige Bestehen mit einem Festakt. 1999 hatte in den damaligen Räumen am Rennebogen eine Olvenstedter Erfolgsgeschichte ihren Anfang genommen.

Neu-Olvenstedt. Die ehemaligen Wobau-Geschäftsräume sind das Domizil der "Lebensmitte". Der Bruno-Beye-Ring 8-10 ist künftig die Olvenstedter Adresse für Nachbarschaftshilfe und interkulturelle Angebote.

"Die Wobau hatte uns angesprochen, um in den neuen Räumen gemeinsam die ,Lebensmitte‘ mit einem erweiterten Konzept auszubauen", sagte Dr. Thomas Kauer vom Caritasverband für das Dekanat Magdeburg der Volksstimme. Die katholische Hilfsorganisation ist seit 2007 Träger des Stadtteiltreffpunkts. Ge
meinsam wollen die Partner nun ein "Netzwerk des sozialen Miteinanders" aufbauen. Gute Gelegenheit für den offiziellen Startschuss ist der Festakt morgen um 11 Uhr zum 10-jährigen Bestehen der "Lebensmitte". Alle interessierten Magdeburger, Aktive und ehemalige "Lebensmittler" sind dazu eingeladen. Dazu wird als Ehrengast auch Prof. Dr. Aila-Leena Matthies erwartet, die extra aus Finland anreisen will. Matthies lehrte bis vor einigen Jahren an der Hochschule Magdeburg-Stendal und gehört zu den "Müttern" der "Lebensmitte". Nach der feierlichen Einsegnung der neuen Räumlichkeiten durch den
Propst werden Prof. Matthies sowie Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning Festreden halten.

Brüning wird auch das Projekt "STÄRKEN vor Ort - Frauen unterwegs – aus Fremden werden Freunde" vorstellen. Das Programm wird zum Neustart der "Lebensmitte" neben anderen Einrichtungen und Vereinen auch im Olvenstedter Stadtteiltreffpunkt am Bruno-Beye-Ring umgesetzt. Das Projekt fördert das Bundesfamilienministerium, kofinanziert wird es durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) der EU.

Begonnen hatte für die "Lebensmitte" alles vor zehn Jahren am Rennebogen. Arbeitslose des Stadtteils schufen sich ihren Treff, organisierten mit Unterstützung der Hochschule Magdeburg-Stendal Hilfe zur Selbsthilfe. In den Anfangsjahren von einem kleinen Verein der Bürger am Leben erhalten, gehört die "Lebensmitte" inzwischen zum Caritasverband, Profis der Sozialarbeit lenken im Hintergrund die Geschicke. Doch der ehrenamtliche Einsatz und die Herzlichkeit der Olvenstedter selbst sind nach wie vor das, was die "Lebensmitte" ausmacht.

Autor: Robert Richter (Magdeburger Volksstimme)

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