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Auch Olvenstedt hat seine begrünte Halde Der "Mount Olvenstedt" heißt viel sagend "Lug ins Land" Neu-Olvenstedt. Kürzlich veröffentlichte die Volksstimme in ihrem Stadtteiltest die Folge über das von der Einwohnerzahl größte Viertel im Westen der Stadt, über Neu-Olvenstedt. Die Überschrift lautete: "Grünstes Neubauviertel der Stadt". Bereits die Überschrift machte deutlich: Der Stadtteil verfügt über großzügige Grünanlagen und Parks. Was dem Auge der Statistik entging: Im Viertel befinden sich auch einige für Tiefland-Verhältnisse fast schon als Berge zu bezeichnende Hügel. Sie sind die höchsten Erhebungen in der Umgebung - wenn auch nicht von der Natur erschaffen. Bei diesen Hügeln handelt es sich nämlich um Halden aus Bauschutt und Erdaushub, der beim Bau des Viertels übrig blieb. Im Bördegarten gibt es gleich zwei davon, von denen einer jedoch zum Neustädter Feld zählt. Im Westen des Viertels jedoch befindet sich direkt an der Kreuzung Neuer Renneweg/Weizengrund der wohl imposanteste. Überragt er schließlich mit einer stattlichen Höhe von mehr als 25 Meter die Häuser der Umgebung. Und: Er prägt das Bild auf die Stadt Magdeburg von der Bundesstraße 1 kommend mit und verfügt sogar über einen eigenen Namen: Der Haldenberg heißt "Lug ins Land".
Die "Lug ins Land" genannte Halde am Rande
Olvenstedts Das Ins-Land-Lugen ist übrigens auf dem Berg Programm. Vom Haldengipfel kann man nämlich bei klarer Sicht nicht nur Magdeburg gut überschauen und bis ins Ostelbische und zur berühmten Buga-begrünten Müllhalde auf dem Cracauer Anger blicken - den großen Bruder sozusagen -, wenn man Glück hat, kann man von der exponierten Stelle sogar bis ins Harzland schauen. "Lug ins Land" wurde übrigens in den neunziger Jahren mit zwei Gehwegen für Spaziergänger und Passanten auf der Suche nach dem Weitblick erschlossen. Die Böschungen wurden mit Trockenmauern gesichert. Auf dem Gipfel selbst befinden sich mehrere Bänke, die wahlweise zur Verschnaufpause nach einem anstrengenden Aufstieg oder dem grandiosen Blick einladen. Allerdings: Obwohl die begrünte Halde regelmäßig gesäubert wird, haben manche Besucher im Laufe der Jahre auch hier schon Spuren hinterlassen: Graffiti auf den Wegen, angeschnitzte Bänke oder das eine oder andere Loch in den Barrieren. Nichtsdestotrotz: Der Fernblick bleibt. Autor: Martin Rieß (Magdeburger Volksstimme)
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